Der Zauber der Farblosigkeit
Erstellt von: WernerF
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Viele Leute pflegen zu sagen, mit der Ära des Farbfilms
und dem Untergang des Schwarz-Weiß Films hätte in der Filmbranche eine neue
Zeitrechnung angefangen. Schwarz-Weiß Filme galten ab dann als veraltet und
auch heute hält sich vor allem unter Jugendlichen hartnäckig das Klischee,
Schwarz-Weiß Filme seien langweilig. Viele Filmliebhaber könnten es sich
dagegen niemals vorstellen, wie es wäre, Humphrey Bogart in Farbe zu sehen und
zu einem klassischen Film Noir gehöre nun einmal die namensgebende Düsternis
dazu, welche man durch Schwarz-Weiß Fotographie erhält. Viele der größten
Filmklassiker gehören in die Zeit der großen Stars, der prunkvollen Filmpaläste
und – natürlich- der Schwarz-Weiß Filme. Denken Sie nur einmal an Filme wie
„Ben Hur“, „Casablanca“, „Vom Winde verweht“ oder Billy Wilders Meisterwerk
„Manche mögens heiß“. Zu diesen Classic Movies gehört die fehlende Farbe,
genauso wie die Schauspieler und die Dialoge.
Aber auch wenn sie seit den 60er Jahren eigentlich überflüssig scheint, griffen
und greifen immer noch, viele Regisseure auf die Schwarz-Weiß Fotographie als
Stilmittel zurück. Der große Regisseur Orson Wells ist hier sicherlich das
beste Beispiel: Als er im Jahre 1962 Kafkas Roman „Der Prozess“ verfilmte, stand
es außer Frage, dass er nicht auf die moderne Technik des Farbfilms zugreifen
würde, um die düstere Atmosphäre des Buches auf Film zu bannen. Gedreht wurde
der Film in schwarz-weiß und es gelang einer der Classic-Movies schlechthin.
Aber auch heute greifen Regisseure wie Tim Burton oder die Coen-Brüder auf „die
gute alte Art des Filmemachens“ zurück und drehen Filme im Stil alter
Black-and-White Movies um den Zauber alter Filme auf die neuen Werke zu
übertragen und um dem Zuschauer eine kleine Zeitreise zu gewähren.
Autor
werner.frisch@gmx.net
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