Haushaltsauflösung
Erstellt von: Steffen
Angesehen: 491
Word Count: 263
Haushaltsauflösungen können aus verschiedenen Gründen erforderlich werden. Am häufigsten tritt wohl der Fall ein, dass ein alleinstehender Angehöriger verstirbt. Aber auch wenn ein Umzug ins Altersheim oder eine Einweisung in Pflegeheim anstehen, muss zumindest ein Teil des Haushaltes aufgelöst werden. Die Menge ist immer davon abhängig, wie viel persönliche Gegenstände mitgenommen werden können. Der Rest ist dann oft die reinste Fundgrube für die Angehörigen. Das was die selber nicht gebrauchen können, wird dann im Internet versteigert oder auf Flohmärkten verkauft. Aber es ist schon sehr spannend, was da in Schränken, Schubladen und Kisten auf dem Boden oder im Keller so alles auftaucht. Alte Fotos und Briefe, die auch einen Teil der eigenen Familiengeschichte dokumentieren, wird man sicher für sich behalten. Schönes Geschirr und Besteck mit dazu passendem Servierlöffel findet meist auch innerhalb der Verwandtschaft dankbare Abnehmer, abgenutzte Frühstücksbrettchen oder Käsebretter dagegen eher weniger. Bücher und Schmuck finden meist auch Interessenten unter den Angehörigen der Sippe. Es ist schon erstaunlich, was sich im Verlauf eines langen Lebens so alles ansammelt. Oft treten beim Durchstöbern auch längst vergessene Erinnerungen aus der eigenen Kindheit und Jugend wieder hervor. Man denkt daran, wie die Oma oder die Tante einem liebevoll einen Kakao zubereitet haben und an die Geschichten, die sie einem erzählt haben. Auch das Gematsche als man das erste Mal mit der Nudelmaschine Nudeln zubereiten durfte, nachdem man schließlich oft genug zugesehen und assistiert hatte. Plötzlich fragt man sich, wo denn diese Pastamaschine eigentlich abgeblieben ist, irgendwie würde man die ja doch gerne als besonderes Erinnerungsstück in den eigenen Haushalt integrieren.
Autor
Torsten Maue
steffen{at}torstenmaue[punkt}net
Bewertung: Noch keine Bewertung vorhanden