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Absinthe und der Alkoholmissbrauch einer ganzen Epoche

Erstellt von: Celso Cardozo
Angesehen: 756
Word Count: 239

Die grüne Hölle, so nannten die Absinthegegner das leckere Getränk. Jedoch lagen die Auswirkungen nicht an dem Getränk selbst oder an den Inhaltsstoffen, sondern an dem massenhaften Alkoholmissbrach, hält man sch diese Menge einmal vor Augen. Von großen Künstlern dieser Zeit wird berichtet dass sie mehr als 20 Absinthegläser am Tag tranken. Dies entspricht der Menge eines akuten Alkoholkranken. Von wegen die grüne Hölle!

Bei diesen Mengen an Alkohol, konnte man bei einigem nachdenken überhaupt nicht dem Getränk Absinth die Schuld der menschlichen Unzulänglichkeit in die Schuhe schieben. Da aber eigentlich jeder Absinthe trank, war es das einzige Mittel, wie die Absinthegegner der Schweiz, die als blaues Kreuz gegen den Absinthe, und nicht gegen den Alkohol als solchen, Sturm gelaufen sind. Das blaue Kreuz verteufelte jeden Alkohol, insbesondere oder hauptsächlich aber den Absinthe. In ihm sahen die Gegner den Grund jedes Übel der damaligen Menschheit.

Da Absinthe aber einen sehr starken Eigengeschmack hat, wird es sicherlich niemanden verwundern, dass ein abhängiger Trinker nicht auf geschmacklich softere Getränke umgestiegen ist. Der Geschmack und die Zusammensetzung der Heilkräuter im Absinthe machten die Wirkung aus. Zusätzlich war Absinthe nicht teuer, er war überall erhältlich und es störte niemanden wenn man ihn schon am Vormittag trank, und dies in aller Öffentlichkeit, denn es war ein alltägliches Heilmittel gegen allerlei Krankheiten. Ausreden waren also genügend vorhanden um Absinth kaufen zu können. Auch in der heutigen Zeit, ist dies, wieder, nachdem Absinth wieder erlaubt ist, kein Problem.

Autor

Celso Cardozo

gabi.sinzig[at]web.de


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