Zink bringt Gehirnleistung von Jugendlichen auf Trab
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Wissenschaftler des
amerikanischen Agrarministeriums fanden heraus, dass eine Nahrungsergänzung mit
Zink bei Heranwachsenden eine verbesserte geistige Leistungsfähigkeit zur Folge
hat (1). Die Forschergruppe um Doktor James G. Penland ließ zehn Wochen lang
111 Mädchen und 98 Jungen der siebenten Klasse jeden Schultag ein Glas
Fruchtsaft trinken. Bei der ersten Schülergruppe enthielt der Saft kein zusätzliches
Zink, bei der zweiten Gruppe war dem Saft 10 Milligramm und bei der dritten
Gruppe 20 Milligramm des essentiellen Spurenelementes zugesetzt. Die Forscher testeten vor und nach der Studie die
Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit, Gedächtnis, Vorstellungskraft sowie das
logische Denkvermögen. Nach Ablauf der Studie war bei den Schülern, die täglich
20 Milligramm Zink erhielten, eine deutliche Verbesserung der geistigen
Leistungsfähigkeit erkennbar, informiert Dipl. oec. troph. Enrico Möhler. Die Reaktionszeit
verkürzte sich um zwölf Prozent, das visuelle Gedächtnis und die Wortfindung
verbesserten sich um neun beziehungsweise um sechs Prozent. Das
lebensnotwendige Spurenelement besitzt eine Vielzahl verschiedener Funktionen
im menschlichen Organismus. Es fördert das Immunsystem, erhöht die Abwehrkraft
und erfüllt wichtige Funktionen im Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel. Nach
Schätzungen der WHO weisen etwa 50
Prozent der Weltbevölkerung einen Zinkmangel auf – und dies auch in
Industrieländern. Besonders Kinder und Jugendliche in Wachstumsphasen benötigen
für den Muskel- und Knochenaufbau ausreichend Zink. Tierische Nahrungsmittel
wie Austern oder Innereien sind effektive Zinkquellen. Aus pflanzlichen
Lebensmitteln ist Zink schlecht verfügbar, deshalb sollten Vegetarier, wenn sie
eine Zinkunterversorgung haben, das Spurenelement regelmäßig und dauerhaft
einnehmen. Lässt sich die Zufuhr über die Nahrung nicht sicherstellen, ist die
Einnahme von Zinkpräparaten zu
empfehlen. Die beste Verfügbarkeit für den Körper besteht in Form von
organischen Verbindungen, wie Zink-Histidin oder Zink-Cystein. Weitere
Informationen zu Zink sind unter www.ernaehrungsmed.de
erhältlich. Am 7. und 8. Oktober 2006 findet in Aachen der 4. Internationale
Diätetik Kongress statt. Schwerpunktthemen sind rheumatische Erkrankungen,
Osteoporose, Gelenkerkrankungen, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten
und sekundäre Pflanzenstoffe.
Literatur:
(1) Penland, J.G., Lukaski, H.C., Gray, J.S. 2005. Zinc Affects
Cognition and Psychosocial Function of Middle-School Children [abstract]. the
Federation of American Societies for Experimental Biology Journal. 19(5):a973.
Autor
Susanne Sonntag
Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
Mariahilfstr. 9
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