Artikel und Online Themen Portal

Willkommen Guest

Search:

Artikel und Online Themen Portal » Kultur-und-religion » Goethe - ein Schürzenjäger wie aus dem Sprichwort

Goethe - ein Schürzenjäger wie aus dem Sprichwort

Erstellt von: sprichwortonkel
Angesehen: 823
Word Count: 327

Johann Wolfgang von Goethe zählt sicher zu den Schürzenjägern unter den deutschen Literaten. Sein Ruf ist zwar nicht sprichwörtlich geworden, so wie der des legendären Casanovas, aber ganz ohne war Goethe sicher auch nicht.


Selbst seine späte Heirat mit Christiane hielt Goethe nicht davon ab, sich erneut zu verlieben. Minna Herzlieb war die Auserwählte. Sie war sein Vorbild für die Ottilie in „Die Wahlverwandtschaften“. Unter Scharnhorst wird zu dieser Zeit eine Heeresreform durchgeführt.

1808 stirbt Goethes Mutter. Im gleichen Jahr empfängt Napoleon Goethe in Erfurt und lädt ihn nach Paris ein. Im Jahr darauf erscheinen „Die Wahlverwandtschaften“ und „Pandora“ Goethe denkt über die Einberufung einen deutschen Nationalkongresses nach, wie viele seiner Zitate aus dieser Zeit bezeugen. 1810 reist Goethe erneut nach Karlsbad, während gleichzeitig „Die Farbenlehre“ erscheint. In Berlin wurde die Humboldt-Universität gegründet.

1811/12 erscheint endlich das langerwartete „Aus meinem Leben, Dichtung und Wahrheit“. In London erreichen die „Maschinenstürmer“ ihren Höhepunkt. Napoleon richtet sein Augenmerk auf Russland und beginnt seinen wenig erfolgreichen Feldzug. Er wird an der Beresina vernichtend geschlagen. Die nächste Niederlage erfolgte in der „Völkerschlacht“ bei Leipzig 1813. Ein weiterer Dichter, Georg Büchner, wird geboren. Ein Jahr später beginnt Goethe mit den Arbeiten an „Dichtung und Wahrheit“ Teil III und IV. Der Wiener Kongress beginn und Frankreich hat einen neuen König, Ludwig XVIII. Spanien erkennt die Zeichen der Zeit nicht, und stellt die Inquisition wieder her.

Goethe ist wiedereinmal unterwegs, er reist zu Main und Rhein und verliebt sich neu in Marianne von Willmers. Napoleon befindet sich immer noch in der Verbannung auf Elba, kehrt jedoch 1815 nach Frankreich zurück und wird dort erneut geschlagen und wieder in die Verbannung geschickt, diesmal auf die Insel St. Helena. Der ewige Zwist zwischen Frankreich und Deutschland scheint nie ein Ende nehmen zu wollen, die Kulturen vermischen sich trotz allen Hasses. Viele Sprichwörter aus dem Französischen werden in dieser Zeit eingedeutscht und umgedeutet.

Goethe stand in dieser Zeit wohl zwischen allen Fronten.

 

Autor

Peter Sandein

getrocknet ätt gmx punkt de 


Bewertung: 5.00

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Kommentar hinzufügen

Nur Mitglieder können Kommentare abgeben "Hier Einloggen", um ein Kommentar abzugeben.