Goethe - ein Schürzenjäger wie aus dem Sprichwort
Erstellt von: sprichwortonkel
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Johann Wolfgang von Goethe zählt sicher zu den Schürzenjägern unter den deutschen Literaten. Sein Ruf ist zwar nicht sprichwörtlich geworden, so wie der des legendären Casanovas, aber ganz ohne war Goethe sicher auch nicht.
Selbst seine späte Heirat mit
Christiane hielt Goethe nicht davon ab, sich erneut zu verlieben.
Minna Herzlieb war die Auserwählte. Sie war sein Vorbild für
die Ottilie in „Die Wahlverwandtschaften“. Unter Scharnhorst
wird zu dieser Zeit eine Heeresreform durchgeführt.
1808 stirbt Goethes
Mutter. Im gleichen Jahr empfängt Napoleon Goethe in Erfurt und lädt ihn
nach Paris ein. Im Jahr darauf erscheinen „Die
Wahlverwandtschaften“ und „Pandora“ Goethe denkt über die
Einberufung einen deutschen Nationalkongresses nach, wie viele seiner
Zitate aus dieser Zeit bezeugen. 1810 reist Goethe erneut nach
Karlsbad, während gleichzeitig „Die Farbenlehre“ erscheint.
In Berlin wurde die Humboldt-Universität gegründet.
1811/12
erscheint endlich das langerwartete „Aus meinem Leben, Dichtung und
Wahrheit“. In London erreichen die „Maschinenstürmer“
ihren Höhepunkt. Napoleon richtet sein Augenmerk auf Russland
und beginnt seinen wenig erfolgreichen Feldzug. Er wird an der
Beresina vernichtend geschlagen. Die nächste Niederlage erfolgte
in der „Völkerschlacht“ bei Leipzig 1813. Ein weiterer
Dichter, Georg Büchner, wird geboren. Ein Jahr später
beginnt Goethe mit den Arbeiten an „Dichtung und Wahrheit“ Teil
III und IV. Der Wiener Kongress beginn und Frankreich hat einen neuen
König, Ludwig XVIII. Spanien erkennt die Zeichen der Zeit nicht,
und stellt die Inquisition wieder her.
Goethe ist wiedereinmal
unterwegs, er reist zu Main und Rhein und verliebt sich neu in
Marianne von Willmers. Napoleon befindet sich immer noch in der
Verbannung auf Elba, kehrt jedoch 1815 nach Frankreich zurück
und wird dort erneut geschlagen und wieder in die Verbannung
geschickt, diesmal auf die Insel St. Helena.
Der ewige Zwist zwischen Frankreich und
Deutschland scheint nie ein Ende nehmen zu wollen, die Kulturen vermischen sich trotz allen Hasses. Viele Sprichwörter
aus dem Französischen werden in dieser Zeit eingedeutscht und
umgedeutet.
Goethe stand in dieser Zeit wohl zwischen allen Fronten.
Autor
Peter Sandein
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