Vom Schwarzen Meer bis zum Altai – das geheimnisvolle Reich der Skythen
Erstellt von: Oksana Polianskaja
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Das vorchristliche Reitervolk der Skythen, das vom 8. bis 3. Jh. v. Chr. die Geschichte des eurasischen Steppenraumes prägte, gibt nicht nur Historikern viele Rätsel auf.
Woher stammten sie, wie lebten sie, welche Sitten pflegten sie? Das Wissen über die Skythen gründet hauptsächlich auf zwei Quellen: Antike Quellen (besonders Hellenen, Römer, Perser) und die moderne Archäologie.
Obwohl keine schriftlichen Zeugnisse über die Skythen existieren, gibt die antike Geschichtsschreibung – vor allem Herodot – Einblicke in diese frühe Hochkultur. Laut seiner Überlieferung waren die Skythen Barbaren, die mit der eurasischen Steppe zwischen 700 und 200 v. Chr. ein schier endloses Gebiet beherrschten: Vom Schwarzen Meer bis zum Altai reichte das Land der Skythen, die Herodot das Volk der „goldhütenden Greifen“ nennt.
Erst vor wenigen Jahren gelang einem deutsch-russischen Forscherteam im sibirischen "Tal der Könige" an der russischen Grenze zur Mongolei eine archäologische Sensation: Sie entdeckten in einem Grabhügel ("Kurgan") ein ungeplündertes Königsgrab mit tausenden wertvollen Goldgegenständen. Die moderne Archäologie zieht daraus neue Erkenntnisse über die Umweltbedingungen in den Steppenregionen, die Lebensweise, Kultur, Religion und den Totenkult der Skythen.
Laut neuester Erkenntnisse handelt es sich um ein europides Völkergemisch, dessen führende Schicht kriegerische, berittene Bogenschützen waren. Sie sprachen eine dem Iranischen ähnliche Sprache.
Am meisten beeindruckt jedoch der Goldschatz der Skythen. Ihre hochentwickelte handwerkliche Kunstfertigkeit veranlasst Forscher, die Kultur der Skythen neu zu betrachten.
Laut dem deutschen Wissenschaftler Anatoli Nagler weisen die Ornamente der geborgenen Objekte „handwerkliches Können von höchster Qualität auf. Diese Menschen waren ausgezeichnete Handwerker. Das spricht gegen die stereotype Vorstellung, dass dieses Volk ausschließlich aus wilden nomadischen Reitern und Kriegern bestand. Die Skythen waren kulturell hoch entwickelt."
Der den nomadischen Steppenvölkern Eurasiens eigene Tierstil mit Darstellungen von Hirschen, Panthern, Schlangen und Greifen ist sowohl naturalistisch als auch ornamental, naturnah und dennoch stilisiert. Eines der bedeutendsten Fundstücke ist der Halsreif eines skythischen Fürsten. Er besteht aus über zwei Kilogramm Gold und besticht durch seine kunstvoll übereinander dargestellten und miteinander verschlungenen Tierdarstellungen von Hirschen und Schafen, Pferden und Panthern.
Zahlreiche dieser Goldschätze können Sie derzeit in der bisher weltweit größten Ausstellung „Im Zeichen des Goldenen Greifen - Königsgräber der Skythen" im Berliner Martin-Gropius-Bau bewundern. Hier sind rund 6000 Objekte ausgestellt – neben den goldenen Fundstücken auch die Mumie eines skythischen Kriegers mit Tätowierungen sowie Masken, mit denen die Reiternomaden ihre Pferde beerdigten. Die Ausstellung findet noch bis 4. Oktober statt und zieht dann nach München und Hamburg weiter.
Kunstliebhaber und Interessierte finden hochwertige Repliken der Schmuckstücke aus den skythischen Hügelgräbern auf der Plattform www.scythianworld.com: Broschen, Anhänger, Ohrringe sowie das passende Zubehör, wie Ketten und Kautschukbänder.
Sämtliche Schmuckstücke werden von autorisierten Juwelieren und Goldschmieden in Handarbeit und mit viel Liebe zum Detail gefertigt.
Ein Großteil der Repliken aus der Kollektion „Skythisches Gold“ ist aus Bronze gefertigt und vergoldet. Alle Produkte sind selbstverständlich nickelfrei. Individualisten bietet Scythianworld die Möglichkeit, sich ihren eigenen Schmuck als Unikate anfertigen zu lassen.
Autor
Mag. Oksana Polianskaja
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