Auf der Japanreise die Mentalität der Japaner kennen lernen
Erstellt von: Gaijin
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Berichte über die Mentalität der Japaner können ganze Bücher füllen. Meist geht es um Alltagsgeschichten, die mit einem zwinkernden Auge erzählt werden. Ähnliche Geschichten könnte man auch über die Deutschen erzählen aber das wäre ja nicht so lustig. Die Unterschiede zwischen den Nationen sind trotzdem immens. Japan stand lange unter dem Einfluss des fernen China, was auch heute nicht zu übersehen ist. Viele kulturelle Besonderheiten haben sich dann allerdings in beiden Ländern durchgesetzt.
Wer während seiner Japanreise länger in Japan unterwegs ist, der wird die Unterschiede zwischen den Kulturen sehr schnell bemerken. In Japan gibt man sich zum Beispiel nicht die Hand. Es gibt insgesamt überhaupt nur sehr wenig Länder, in denen man sich per Handschlag begrüßt. Dass Frauen sich so begrüßen ist noch seltener. Das liegt vor allem in der Herkunft dieser Form der Begrüßung. Wer die rechte Hand zeigt, signalisiert, dass er nicht bewaffnet ist. Ein kräftiger Händedruck soll aber keinen Zweifel daran lassen, dass man es mit einem ernsthaften Gegner zu tun hat, der keine Angst hat. In Japan passiert das Gegenteil. Zwar ist dort bekannt, dass man sich in einigen europäischen Ländern mit dem Händedruck begrüßt. Andererseits gilt es in Japan als Grobheit. In der Geschichte und auch heute noch begegnet man einander mit Respekt und einer Verbeugung. Man legt Wert darauf, dem Gegenüber zu zeigen, dass man keine feindlichen Absichten hat und auch Respekt und ansatzweise Demut zeigt, was in Europa vollkommen unüblich ist.
Andererseits sollte man sich vor Augen führen, dass Japan eines der friedlichsten Länder überhaupt ist. Korruption und Gewalt sind weitaus seltener als in anderen Ländern. In vielen Vergnügungsvierteln können am Abend Frauen allein unterwegs sein. Wer während der Japanreise nachts durch die Bars wandert, wird einen weiteren gewaltigen Unterschied feststellen. Japaner wirken zwar am Tag über sehr ernst, in ihrer Freizeit sind sie allerdings ausgesprochen humorvoll.
Was Deutschen eher schwer fällt, nimmt der Japaner auf die leichte Schulter und kann dabei gut über sich selbst lachen. Wer doch mal zu tief ins Glas geschaut hat, wird nicht schief angesehen. Stattdessen lacht man mit, klopft sich gegenseitig anerkennend auf die Schulter und achtet darauf, dass der fröhliche Mitstreiter gut nach Hause kommt. Obwohl Europäer vergleichsweise mehr trinken, haben sie überhaupt kein Verständnis für Menschen, die zu heftig gefeiert haben. Trotzdem gilt in Japan die Null-Promille Grenze und die Einhaltung wird durch die Polizei überwacht.
Autor
Steven Chiller
japanreisen1@web.de
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