Südafrikanische Rituale
Erstellt von: Alexidon
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Rituale in Südafrika sind häufig stark von der Vergangenheit geprägt und zeigen Südafrika in einem eher zwiespältigen Licht. Die vielen Riten, Bräuche und Traditionen fördern zwar einerseits die Gemeinschaft bzw. den Gemeinschafts-Geist. Auf der anderen Seite bedeuten diese uralten – und für viele europäischen Touristen oft spannenden – Rituale aber auch alte Traditionen von Unterdrückung und Zwang, was aber in der Regel nur die Frauen und Mädchen betrifft. Besonders vielseitige und interessante Rituale haben zum Beispiel die Angehörigen des südafrikanischen Stammes der Xhosa. Dieser Volks-Stamm ist eigentlich kein richtiger Stamm an sich, sondern er besteht aus vielen verschiedenen Stämmen und daher auch vielen verschiedenen Stamm-Namen. Will man nun zum Beispiel etwas über die genaue Herkunft eines Xhosa erfahren, soll man an sich nur den Namen seines Clans benötigen. Der Clan-Name soll somit also wichtiger sein, als der eigentliche Name der Familie, denn der Name des Clans soll in der Lage sein, die gesamte Familie und die Vorfahren der Familie zuzuordnen. Heiratet eine Frau, die eine Angehörige eines Clans der Xhosa ist, so nimmt sie zwar grundsätzlich den Namen ihres künftigen Ehemanns an, behält aber trotzdem ihren eigenen Clan-Namen bei. Vor diesem Clan-Namen wird dann die Silbe bzw. das Kürzel „Ma“ gesetzt. Stammt die betreffende Frau nun zum Beispiel aus dem Clan der Lobi, so würde sie nach der Ehe-Schließung als künftig „MaLobi“ heißen. Die Kinder aus dieser Beziehung werden dagegen entweder nach dem Vornahmen des Vaters oder nach einer bestimmten Eigenschaft benannt. Südafrikanische Rituale sind also doch für uns Europäer sehr kompliziert.
Autor
Alexander Donabauer
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